Wie lange dauert die Anpassungszeit?
Es dauert eine gewisse Zeit, sich an eine neue Kultur und all ihre zunächst noch unbekannten Stressfaktoren anzupassen. Die Anpassungszeit ist dabei von Fall zu Fall unterschiedlich. Es gibt jedoch verschiedene Studien, die den Anpassungsprozess in folgende Phasen unterteilen.
  • Die erste Phase wird “Honeymoon” (Flitterwochen) Phase genannt. Diese Phase kann schon vor der Ankunft im Zielland beginnen, und als Vorfreude und Aufregung wahrgenommen werden. Es ist das wunderbare Gefühl, zu wissen, dass ein neues Abenteuer bevor steht. Normalerweise hält dieser Zustand jedoch nur bis einige Wochen nach der Ankunft an.
  • Die zweite Phase, auch “Kulturschock” genannt, zeichnet sich dadurch aus, dass die erste Aufregnung abnimmt und der erste Anpassungsstress aufkommt. Die typischen Sympthome dieser Phase sind Gefühle der Einsamkeit und Traurigkeit, Schlafstörungen, Reizbarkeit, Ärger, das Gefühl etwas falsche gemacht zu haben, und nicht zuletzt Heimweh und die Sehnsuch unsere Freunde und Familie zu sehen.
  • In der dritten Phase, kommt langsam ein Gefühl der Balance auf, als sowohl die Kultur als auch doe Sprache, die Zeiten und das Essen vertrauter werden und neue Freundschaften geschlossen werden die Unterstützung vor Ort bieten.
  • Die vierte Phase ist die Anpassung, in der ein echtes Zugehörigkeitsgefühl aufkommt. Die neue Kultur wird wertgeschätzt und die Person fängt an, die positiven Aspekte der Kultur zu geniessen.
  • Eine fünfte Phase tritt ein, wenn man zurück in das eigene Land kommt, wobei es zum „Rückkehrschock“ kommen kann. In diesem Fall wird erneut ein Gefühl des Verlusts empfunden, da die fremde Kultur zurückgelassen wird, mit all ihren Eigenheiten und Gepflegenheiten.

Wann sollte ich Hilfe zur Bewältigung des Kulturschocks suchen?
Wenn die Phase des Kulturschocks endlos scheint, wenn Sie schon seit mehreren Monaten in Spanien sind und es weiterhin schwierig finden, sich der Erfahrung zu öffnen, kann es der richtige Moment für eine Beratung sein. Wenn Sie mehrere der oben aufgeführten Sympthome bei sich feststellen und die ihnen zur verfügung stehenden Resourcen nicht ausreichend sind, kann ein psychologisches Beratungsgespräch sehr hilfreich sein. So kann die anfangs überwältigend wirkende Situation eine Chance für Wachstum und Entwicklung werden.

Diese Strategien helfen den Kulturschock zu überwinden
Vergessen Sie nicht, dass Transitionen nie leicht sind, und dass das was sie spüren vollig normal ist.
  • Gehen Sie unter Leute. Nehmen sie Kontakt zu der neuen Kultur auf, sowohl privat als beruflich. Helfen sie als Freiwillger bei einer guten Sache mit, gehen sie ihren Hobbies nach oder werden Sie Mitglied eines Clubs, egal was, gehen Sie unter Leute und schliessen Sie neue Freunde.
  • Lassen sie die Dinge nicht einfach auf sich zukommen – nehmen Sie sie in die Hand mit Selbstvertrauen und Eigeninitiative.
  • Schreiben sie jeden Tag 3 gute Dinge auf, die an diesem Tag passiert sind, neues, lustiges, interessantes oder einfach etwas was sie in der neuen Kultur schätzen (am besten jeden Abend bevor Sie schlafen gehen).
  • Schämen Sie sich nicht für ihre Schwierigkeiten oder wenn sie Hilfe benötigen.

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